Eine Schiffsladung Hoffnung, ein Lastwagen voller Glück: humedica-Versorgungshilfe erreicht jährlich Hunderttausende

von Steffen Richter/ RBU, 17.09.2009

Katastrophen ziehen uns immer in ihren Bann. Die schnelle und zumeist intensive Berichterstattung in den Medien hält das Interesse hoch und schafft Mitgefühl. humedica ist dank der Unterstützung vieler, hervorragend ausgebildeter Helfer in der Lage, sich in Katastrophensituationen schnell zu engagieren.

Aber was passiert in den Ländern, wo Menschen leise sterben? Wo keine Kamera jemals ein Sequenz dreht? Wo Armut und Not regieren und keiner hinzuhören scheint?

Hermann Schäffler mobilisert all seine Kräfte, um die Hilfsgüter versandfertig zu machen. Foto: humedica

Es ist der Ursprung, der Ausgangspunkt von humedica: 1979 starteten Dieter und Wolfgang Groß ihr Engagement mit Versorgungshilfe; bis heute einer der wichtigsten Arbeitsbereiche von humedica überhaupt. Versorgungshilfe beschreibt alle Hilfsgüterlieferungen, die für eine mittel- bis langfristige Umsetzung von Projekten benötigt- und entsprechend versendet werden.

Bis auf den letzten Quadratzentimeter bepackte Schiffscontainer und Lastwagen, deren Ladekapazität immer ausgeschöpft wird. Man könnte auch sagen: Schiffsladungen voller Hoffnung und Lastwagen voller Glück. Nichts anderes verbirgt sich für die Empfänger hinter diesen riesigen Lieferungen.

Versorgungshilfe: Unterstützung im Stillen
Projekte in 45 Partnerländern werden momentan durch verschiedene Hilfsgüter unterstützt und versorgt: Medikamente, Verbandsstoffe, Baumaterialien, Hygiene- und Pflegemittel, Inventar für Hospitäler, Lebensmittel; die Packungslisten vieler Schiffscontainer und dutzender Lastwagen sind lang und verlangen intensive Vorbereitungen.

Auch, weil die Zollvorschriften in den einzelnen Empfängerländern sehr unterschiedlich sind. Das zuständige humedica-Team um Andrea Trautmann und Hermann Schäffler kennt sie aber alle und sorgt für eine perfekte Organisation. Zusammen mit der Geschäftsleitung wird dann darüber entschieden, ob eine Lieferung übers Wasser, die Straße oder mit einem Flugzeug ihren Bestimmungsort erreicht.

Im hauseigenen Medikamentenlager wird alles überprüft, sortiert und für den Transport verpackt. Foto: humedica

Nahezu alle Hilfsgüter werden von Firmen oder Institutionen gespendet. Vor allem die deutsche Pharmaindustrie beteiligt sich seit 30 Jahren durch großzügige Arzneimittelspenden an unseren Hilfsmaßnahmen.

Dank des hauseigenen Medikamentenlagers kann humedica auf viele direkte Anfragen aus den Projektländern zeitnah reagieren. Vier Mitarbeiter kümmern sich hauptamtlich-, weitere acht aushilfsweise um die Sortierung, Einlagerung, Verpackung und den Versand der Medikamente.

Dabei bauen wir insbesondere auf eine selbst entwickelte Software, die uns eine genaue Verfolgung des Weges der Lieferung vom Spender bis zum Empfänger ermöglicht. Strengste Kontrollen garantieren die richtige Verwendung der Medikamente.

Hinzu kommt, dass spezielle Mittel wie etwa Psychopharmaka im Partnerland selbst nur durch entsprechend geschulte und ausgebildete Mitarbeiter geprüft- und dann verabreicht werden. humedica-Mitarbeiter kontrollieren die Einhaltung dieser strengen Richtlinien.

Das Ausmaß der humedica-Versorgungshilfe ist mit riesig treffend umschrieben: Mit Ablauf des Monats September werden Hilfsgüter im Wert von 1,8 Millionen Euro unser Lager verlassen haben. Hunderttausenden wird diese gezielte Hilfe das Leben erleichtern, nicht wenigen das Leben erhalten, allen aber eine bessere Zukunft ermöglichen.

Andrea Trautmann, verantwortlich für den Bereich Versorgungshilfe, stellt immer wieder auch die richtige Verwendung der Hilfsgüter im Projekt sicher; in diesem Fall in Simbabwe. Foto: humedica

Sri Lanka, Äthiopien, Simbabwe, Peru, Rumänien oder Nordkorea: Die humedica-Hilfsgüter erreichen die Menschen direkt und verändern ihre Situation unmittelbar. Eine effiziente Form der Hilfe, die schnell auf den Weg gebracht werden kann und nicht an den Bedürfnissen vorbei unterstützt.

Wir können helfen, weil Sie uns die Möglichkeit dazu geben. 2008 umfasste unsere Versorgungshilfe 366 Tonnen Hilfsgüter. Durchschnittlich betrugen die Transportkosten für den Versand von einem Kilogramm Waren 62 Cent, der Wert pro Kilogramm lag dagegen bei 24 Euro.

humedica bittet Freunde und Förderer sowie Besucher dieser Seite auch weiterhin um die Unterstützung bei der Finanzierung der Transportkosten durch eine gezielte Spende:

      humedica e. V.
      Stichwort "Frachtkosten"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

oder auch online über folgenden Link. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

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