Haiti: Neue Lebensperspektive für Hurrikanopfer

von Judith Kühl, 04.03.2009

Nach den heftigen Wirbelstürmen über Haiti im Sommer 2008 laufen weiterhin dringend notwendige Hilfsprojekte. humedicas lokaler Kooperationspartner Emmanuel International führt seit Januar 2009 in unserem Auftrag besondere Bauprojekte durch, um Familien ein neues zu Hause zu geben. Die ersten Häuser sind inzwischen fertig.

Viele Häuser hielten Flut und Sturm nicht stand. Foto: humedica

Die Serie der Wirbelstürme im vergangenen Jahr nahm tausenden von Haitianern den wenigen Besitz, den sie hatten. Dadurch wurde die ohnehin große Hilfsbedürftigkeit der Bevölkerung extrem verschärft.

Durch die politischen und wirtschaftlichen Umstände war das zu den ärmsten Ländern der Welt gehörende Land bereits vor der Hurrikan-Saison 2008 auf fremde Hilfe angewiesen.

humedica traf bereits im Juni 2008 Absprachen mit der Partnerorganisation Emmanuel International, um der ständigen Not der Bewohner entgegen zu kommen. Im Sommer fanden die ersten Notfalleinsätze mit medizinischem Personal von humedica statt.

Bereits im Sommer 2008 half humedica auf der karibischen Insel. Foto: humedica

Seit Anfang 2009 leistet Emmanuel International mit Unterstützung von humedica in stark betroffenen Regionen der Insel Hilfe. Zunächst wurde die grundlegende Versorgung mit Lebensmitteln und Hilfsgütern sichergestellt. Besonders Frauen und Kinder waren darauf angewiesen.

Weiter folgten Bauprojekte, um Häuser neu oder wieder aufzubauen. Dabei wird darauf geachtet, dass die Häuser so gebaut werden, dass sie durch die nächste Hurrikan-Saison nicht zerstört werden können.

Leider erschweren die katastrophalen Umstände im Land die Arbeit des Projekts immer wieder. Einige Hurrikanopfer haben nicht nur ihren Besitz verloren. In einem durch die Stürme verursachten Loch verschwand auch ihr gesamtes Land. Emmanuel International hilft den Betroffenen neues Land zu erwerben und verhandelt mit Landbesitzern.

Der Blick auf ein gut gebautes Haus macht Hoffnung . Foto: humedica

Erschwerend für das Projekt ist auch die derzeitige Wirtschaftskrise. Inflation und Knappheit von Gütern lassen ungeplante Wartezeiten beim Bauen entstehen.

Dennoch sind die ersten fünf Häuser in Cabaret beinahe fertig. Glücklich ziehen die Familien ein. Jedes Haus hat eine angemessene Größe. Mit den landesüblichen Baumaterialien gebaut steht es im Verhältnis zu den umliegenden Häusern in der Region.

In den nächsten Wochen werden Baumaßnahmen für weitere Häuser in einem anderen Ort fortgesetzt. Bis Ende April soll das Projekt abgeschlossen sein.

Auch weiterhin ist die Versorgung der Menschen in Haiti dringend nötig. humedica und Emmanuel International geben den Menschen durch ihre Arbeit eine neue Stabilität und Lebensperspektive.

Auch Sie können sich durch eine gezielte Spende an dieser Hilfe für die Menschen beteiligen. Vielen Dank!

Besonders Frauen und Kinder sind dringend auf Hilfe angewiesen. Foto: humedica

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×