Flut Namibia: humedica hilft im Norden des Landes - neue Hoffnung für Menschen in einer vergessenen Katastrophe

von Janika Simon/SRI, 16.04.2009

Die schweren Überschwemmungen im südlichen Afrika seit März betreffen tausende Menschen in verschiedenen Ländern. humedica hat mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland ein Nothilfe-Projekt in Namibia gestartet.

Einige Dörfer haben die Fluten von der Außenwelt abgeschnitten. Menschen warten auf Hilfe. Foto: humedica/Janika Simon

In der nordöstlichen Region Caprivi, benannt nach dem deutschen Reichskanzler Grafen Leo von Caprivi, stehen ganze Ortschaften unter Wasser, sind Strassen überschwemmt und tausende von Menschen leben in provisorisch eingerichteten Camps.

Aktuell ist das humedica-Team vor Ort mit der Beschaffung der Hilfsgüter beschäftigt. Die ersten Tonnen an Hilfsgütern sind bereits eingetroffen. Die Palette an Bedarfsmitteln, die nun schnellstmöglich verteilt werden sollen, reicht von Planen, Decken und Moskitonetzen, über Hygieneartikel wie Seife, Wasserkanister und -reinigungstabletten bis zu Lebensmitteln.

Einige dieser Güter sind auch über die aktuelle Notsituation hinaus hilfreich. Nach Rückgang der Wassermassen werden die Familien in ihre Orte zurückkehren und einen Neuanfang starten, wobei ihnen einige der von humedica verteilten Artikel nützlich sein können.

Florenzia verlor ihre Hütte und den größten Teil ihrer ohnehin ärmlichen Habe. Foto: humedica/Janika Simon

Durch mehrere, fundierte Situationsbeurteilungen in der Region haben die beiden Koordinatoren gemeinsam mit lokalen Partnern einige Dörfer ausfindig gemacht, die bisher noch keine Hilfsgüter erhalten haben, weil sie durch die Überschwemmungen abgeschnitten und nur per Boot erreichbar sind. Die Menschen in diesen Orten werden nun auch von humedica unterstützt.

Das humedica-Team traf in einem dieser Orte Florenzia, die als Einzige mit ihrem Sohn im Dorf zurückblieb. Alle anderen Dorfbewohner sind in von der Regierung eingerichtete Camps umgesiedelt. Florenzia bleibt, auch wenn ihre Hütte und damit ihre Lebensgrundlage von den Wassermassen überflutet und weggeschwemmt wurde.

Florenzias Geschichte ist die traurige Geschichte vieler Menschen im Norden der ehemaligen deutschen Kolonie Südwestafrika (heute: Namibia). Sie sind seit Wochen mit einer Katastrophe konfrontiert, die weitestgehend unbeachtet ist von der Weltöffentlichkeit.

humedica erbittet von gezielte Spenden von allen Freunden, Förderern und Besuchern dieser Seite. Bitte geben Sie uns die Möglichkeit, die geplante Hilfe umzusetzen und weiter auszubauen. Die Menschen in dieser hart getroffenen Region sind auf diese Unterstützung angewiesen.

humedica e. V.
Stichwort "Fluthilfe Namibia"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Auch Online-Spenden sind möglich, bitte nutzen Sie folgenden Link:
Fluthilfe Namibia.

Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

Hilfsgüterverteilung im Flutgebiet. Foto: humedica/Janika Simon

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×