Erste Eindrücke aus Manila - humedica-Team hilft bei den Folgen von "Ketsana"

von Ruth Bücker, 30.09.2009

Nachdem humedica letzten Sonntag wegen des Wirbelsturms "Ketsana" Alarm ausgelöst und ein erstes medizinisches Team zusammengestellt hatte, das am gestrigen Dienstag in Manila landete, beginnt für die Helfer nun die harte Arbeit. Insbesondere entlang der Flüsse und in den tiefer liegenden Stadtteilen sind die Folgen von "Ketsana" besonders ausgeprägt.

Die Überschwemmungen, die aufgrund der starken Niederschläge am vergangenen Sonntag die Hauptstadt der Philippinen überfluteten, waren leider nur der erste Teil der Naturkatastrophe. Nach dem weitestgehend schnellen Rückgang des Wassers haben die Helfer nun mit den Folgen zu kämpfen: die Stadt erstickt in braunem Schlamm und Dreck, den die Wassermassen mit sich gebracht haben.

Insbesondere die Menschen in den Slums von Manila hat die Flut getroffen. Ihr Hab und Gut haben sie aus den Häusern auf die Straßen gebracht. Foto: humedica/ Heidi Nicklin

Bis zum ersten Stockwerk der Häuser stand das Wasser, dementsprechend hoch sind auch die Dreck-Ablagerungen. Vor den Häusern türmen sich Berge von schlammigen Möbeln und defekten Elektrogeräten, die nach der Flut nicht mehr funktionsfähig sind. Die Betroffenen sind damit beschäftigt, Dreck und angespülten Müll aus ihren Häusern zu schaufeln.

Gekocht wird auf der Straße, abgewaschen im Fluss, der nach "Ketsana" mehr braunes als klares Wasser führt.
Der Strom wurde nach dem Wirbelsturm von den philippinischen Behörden aus Sicherheitsgründen abgestellt, inzwischen werden die Stadtteile allmählich wieder an das Stromnetz angeschlossen. Die Wasserversorgung ist aber immer noch schlecht, da die Versorgungsrohre beschädigt sind.

Die Realisierung der medizinischen Versorgung war zunächst nicht möglich. Nachdem die Aufräumarbeiten allerdings so weit abgeschlossen sind, dass die künftige Klinik betretbar ist, wird am morgigen Donnerstag die Eröffnung stattfinden können.

humedica-Mitarbeiterin Saskia Hankel vor der einen Tag später zu eröffnenden Klinik. Foto: humedica/ Heidi Nicklin

Bei der Klinik handelt es sich um eine Art Lagerhalle, in der das humedica-Team und die Partnerorganisation "Scandinavian Children´s Mission" mit einem lokalen Arzt und seinem Team die Patienten behandeln wird.
Die medizinischen Notfälle wurden bereits weitestgehend versorgt, in der kommenden Zeit werden es die Ärzte hauptsächlich mit Schnittwunden, starken Wundinfektionen infolge der unhygienischen Bedingungen sowie schweren Magen-Darm-Erkrankungen zu tun haben.

Besonders für die arme Bevölkerung ist die kostenlose medizinische Versorgung von großer Bedeutung, da sie sich ohne die Hilfe von humedica keine Behandlung leisten könnten.
Aus diesem Grund ist es von besonderer Bedeutung, dass Sie, liebe Spender und Förderer, uns mit einer gezielten Spende auf unser unten stehendes Konto oder online unterstützen. Vielen Dank für Ihre Hilfe.

humedica e. V.
Stichwort "Fluthilfe Philippinen"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

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