EILMELDUNG: humedica entsendet Helfer nach Bangladesch - Ärzteteam behandelt Folgeerkrankungen nach verheerendem Zyklon

von Steffen Richter, 02.06.2009

Ein Land kommt nicht zur Ruhe: Rund 18 Monate nach dem verheerenden Sturm "Sidr" suchte Zyklon "Aila" vor rund einer Woche weite Teile Bangladeschs heim. Nach offiziellen Angaben fielen 135 Menschen dem Unwetter zum Opfer. Die Zerstörungen sind enorm, die Zahl der Menschen, die an den Folgen leiden und dringend Behandlungen benötigen ebenso.

Nach einem dringenden Hilferuf lokaler Partner von der Organisation KOINONIA entsendet humedica am heutigen Dienstag ein dreiköpfiges Helferteam nach Bangladesch.

Auch die jüngste Ausgabe des Naturphänomens Zyklon hatte eine zerstörerische Kraft. Rund 2,3 Millionen Menschen sind direkt von dem Unwetter betroffen. Gemessen an dem riesigen Wirkungsgrad ist es ein Wunder, dass die Zahl der Opfer nicht höher liegt.

Ein Umstand, der auf die zahlreichen sicheren Zyklonschutzgebäuden, die nach den schlimmen Erfahrungen in den vergangenen Jahren überall im Land errichtet wurden. Auch humedica ist am Bau drei solcher Gebäude beteiligt.

Dieses Bild nach dem Zyklon "Sidr" 2007 zeigt die Urgewalt des Sturms und die Verzweiflung der Menschen. Hilfe wird dringend benötigt. Foto: Jens Großmann

Ausgerüstet mit einem speziell zusammengestellten, so genannten Medi-Kit brechen die Helfer am heutigen Dienstagabend von München und Frankfurt am Main aus nach Dhaka auf.

Neben dem erfahrenen Bonner Allgemeinmediziner Dr. Markus Hohlweck werden Koordinator Dieter Schmidt (Nesselwang) und die amerikanische Krankenschwester Nancy Smith zum Team gehören.

In Bangladesch wartet eine noch unbekannte Zahl an Menschen, die insbesondere an den Folgen des Zyklons leiden und dringend Behandlungen bedürfen. Die Infrastruktur ist in Teilen des Landes nicht intakt, die Trinkwasserversorgung zusammen gebrochen.

Viele Experten sprechen in Fällen wie diesem von der Katastrophe nach der Katastrophe: Ein Unwetter wie dieser kraftvolle Zyklon treffen die ohnehin arme Bevölkerung hart, viele verlieren alles, was sie besitzen.

Entsprechend schutzlos sind sie den Konsequenzen wie fehlendem, sauberem Trinkwasser ausgeliefert. Massive Durchfallerkrankungen und andere ernst zu nehmende medizinische Probleme sind die Folge.

humedica erbittet dringend gezielte Spenden für die Nothilfe in Bangladesch.

humedica e. V.
Stichwort "Zyklonhilfe AILA"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Bitte spenden Sie auch online für die Behandlung der Überlebenden dieses furchtbaren Unwetters. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

Eine Woche nach der Naturkatastrophe leiden die Menschen an den Folgen einer zerstörten Infrastruktur wie etwa Durchfallerkrankungen durch fehlendes, sauberes Trinkwasser. Foto: Jens Großmann

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