Wasser kommt aus dem Wasserhahn? Leider nicht in Äthiopien

von Susanne Merkel/ RBU, 10.11.2009
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Wir benutzen Wasser zum Waschen, zum Kochen und zum Putzen. In jedem Supermarkt kann in Flaschen abgefülltes Wasser zum Trinken gekauft werden, Flüsse und Seen sind in der europäischen Landschaft keine Seltenheit. So sind es auch wir in Deutschland gewöhnt, Wasser (noch) nicht als Mangelware behandeln zu müssen. Die Bevölkerung anderer Länder dagegen hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die uns glücklicherweise fremd sind.

In Äthiopien leidet vor allem die ländliche Bevölkerung unter akutem Wassermangel, was insbesondere für Kinder viele Gefahren birgt. Aus Wassermangel kann keine ausreichende Hygiene erfolgen, was zu Krankheiten führt und die bereits durch andere Leiden geschwächten Menschen noch mehr entkräftet.

Mit handbetriebenen Wasserpumpen können die Einheimischen an das Grundwasser gelangen. Foto: humedica

Dem Wassermangel könnte relativ leicht durch die Installation simpler Handpumpen entgegengetreten werden. Die Menschen pumpen das Grundwasser, welches bis zu 20 Meter unter der Erdoberfläche fließt, durch Handbetrieb an die Oberfläche. Um dies zu ermöglichen, müssen Brunnenschächte gegraben und Pumpen installiert werden.

Dank der Unterstützung von Dr. Günther Thomas aus Baden-Baden konnten die Bauarbeiten solcher Brunnen bereits in acht Dörfern begonnen und zum Teil fertiggestellt werden. Insgesamt sind dank dem Arzt, der bereits an mehreren ehrenamtlichen Nothilfe-Einsätzen von humedica teilnahm und im Jahr 2008 auch in Äthiopien tätig war, die finanziellen Mittel für den Bau von 12 Brunnen vorhanden.

Dr. Thomas erkannte die dramatische Lage und initiierte das inzwischen von humedica unterstützte Brunnenprojekt, welches durch eine großzügige Spende des Rotary Clubs in Baden-Baden ins Leben gerufen werden konnte.

Der humedica-Koordinator und Projektleiter Dietmar Köthnig lebt in Äthiopien und betreibt den Brunnenbau zusammen mit lokalen Kirchengemeinden und Einheimischen. Zunächst muss geprüft werden, ob Wasser in erreichbarer Tiefe vorhanden ist und die Beschaffenheit des Bodens die Grabung eines Schachts zulässt.

humedica-Koordinator und Projektleiter Dietmar Köthnig betreibt in Zusammenarbeit mit Einheimischen das Brunnenprojekt. Foto: humedica

Sind diese Umstände gegeben, wird in Teamwork an die Arbeit gegangen: die Dorfbewohner heben zunächst die Löcher aus und Dietmar Köthnig installiert im Anschluss daran in Zusammenarbeit mit lokalen Helfern, die zugleich in die Wartung eingewiesen werden, die Brunnen.

Vorangetrieben wird das Brunnenprojekt zunächst hauptsächlich in Dörfern der Sidamo-Region in der Nähe von Awasa, wo humedica bereits medizinische Einsätze und Hygieneschulungen für ausgewählte Personen aus den Dörfern durchführte.

Allerdings herrscht in zu vielen Regionen leider immer noch eine massive Wasserarmut, weshalb der Bau weiterer Brunnen unbedingt notwenig ist. Der Bau eines Brunnens kostet insgesamt etwa 1.500 €, wovon jeweils zwischen 500 und 1.000 Personen profitieren.

Liebe Freunde und Förderer, weitere Brunnen werden gebraucht und humedica ist für jede Spende - ob hier online oder auf untenstehendes Spendenkonto - dankbar:
      humedica e.V.
      Spendenstichwort "Brunnenbau Äthiopien"
      Spendenkonto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Wasser bedeutet Hygiene. Wasser bedeutet Gesundheit. Wasser bedeutet Leben!

Wasser bedeutet Leben! Foto: humedica

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