Ausflug mit Donuts und Muffins- humedica-Mitarbeiterin versüßt Waisenkindern den Tag

von Ruth Bücker, 22.09.2009

Die Zahl der Waisen im südlichen Afrika ist erschreckend hoch: in Simbabwe verloren bereits über eine Million Kinder Mutter, Vater oder beide Eltern durch AIDS. Oft kommt es auch vor, dass die Eltern aus Überforderung ihr Kind abgeben.

Haben die verwaisten oder verlassenen Mädchen und Jungen auch keine entfernte Verwandtschaft, nehmen sich ihnen Ordensschwestern an und schaffen mit Waisenhäusern ein liebevolles neues Zuhause für die vom Schicksal gebeutelten Kinder. Die humedica-Koordinatorin Heidi Nicklin besuchte während ihrer Tätigkeit in Simbabwe mehrere Waisenhäuser und bereitete den Kindern einen unvergesslichen Tag, den sie ihr mit strahlenden Augen dankten.

Im April flog Heidi Nicklin zusammen mit Rosalyn Hoppe nach Simbabwe, um dort für humedica zu arbeiten. Neben Medikamenten und medizinischem Equipment für Krankenhäuser verteilten die beiden Frauen auch aus Deutschland kommende Sachspenden an Kinderheime, darunter beispielsweise Kleidung und Spielzeug. Heidi Nicklin brachte den Waisenkindern aber noch mehr, indem sie mit ihnen einen Ausflugstag verbrachte.

Zusammen mit der lokalen medizinischen Leiterin und Ordensfrau, Schwester Anu Rite, besuchte Heidi im Juni als erstes das Rusape-Kinderheim. 13 Kinder, alle unter sechs Jahren, wachsen nach dem Verlust ihrer Eltern bei Ordensschwestern auf, die die Kinder umsorgen, pflegen, erziehen und ihnen Geborgenheit geben.

Vor dem Picknick am Stausee wäscht Schwester Anu Rite den Kindern die Hände. Foto: humedica/ Heidi Nicklin

Die Stunden vergingen mit Topfschlagen (ein bis dahin für die kleinen Mädchen und Jungen unbekannter Spielespaß) und anderen Kinderspielen, mit einem Ausflug zum Stausee und einem anschließenden Picknick wie im Flug. Bevor die Ausflügler aber zum Heimweg aufbrachen, machte Heidi den Kleinen mit einer süßen Überraschung noch eine besondere Freude: es gab Donuts und Muffins, die restlos bis auf das letzte Krümelchen vernascht wurden.

"Zwar etwas Ungesundes, aber das, was die Kinder gerne essen", so die humedica-Mitarbeiterin lachend. Am Ende des Tages hatte Heidi das erreicht, was sie sich erhofft und gewünscht hatte: "Die Kinder haben sich so gefreut. Das war echt ein Erfolg."

Einen nicht weniger erfreulichen und besonderen Tag bescherte die humedica-Mitarbeiterin den Kindern des Mount-Mellary-Kinderheims. Wie das Rusape-Kinderheim wird auch dieses Waisenhaus von Ordensschwestern geführt, die sich mit viel Liebe und Hingabe um 22 Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren kümmern.
Der Tag begann für die Mädchen und Jungen sehr früh. Voller Vorfreude endete die Nacht für sie bereits um drei Uhr früh, da die Aufregung sie nicht mehr schlafen ließ, wie die Leiterin des Kinderheims erzählte. Zwar müde, aber vor Freude aufgedreht wurde Heidi erwartet.

Auch für diesen Tag hatte sie sich etwas Besonderes einfallen lassen. Der Ausflug begann mit dem Besuch des Hotels Trout Beck Inn, dessen Direktor für diesen Tag den hoteleigenen Spielplatz zur Verfügung gestellt hatte. Spannend waren neben Rutsche, Schaukel und Klettergerüst vor allem die im Hotel-Park grasenden Pferde und die Ruderboote.

Flaschengetränke brachten den Kindern zusätzliche Freude. Foto: humedica/ Heidi Nicklin

Bevor es wieder zurück in das Kinderheim ging, vergnügten sich alle zusammen noch bei einem Picknick, das aus Hühnchen, Reis und Bottle-drinks bestand, welche eine weitere Besonderheit für die Mädchen und Jungen darstellten: in Flaschen abgefüllte Limonaden-Getränke sind teuer und übersteigen die finanziellen Mittel der Kinderheime. Daher war die Freude überschwänglich groß.

Für das älteste in Mount-Mellary lebende Mädchen brachte der Tag noch ein weiteres Ereignis mit sich. Die 22-Jährige gab bei dem Hoteldirektor ihre Bewerbungsunterlagen für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau ab. An dieser Stelle möchten wir ihr Gottes Segen wünschen und drücken die Daumen, dass die Bewerbung erfolgreich sein wird.

Die Ausflüge bedeuteten für alle Ausflügler viel Spaß, Lebensfreude und Abwechslung von ihrem sonst doch manchmal sehr traurigen Leben. Und auch die humedica-Mitarbeiterin war von den Exkursionen nicht minder begeistert: die Freude und Begeisterung der Kinder und Jugendlichen, das Kinderlachen und die strahlenden Augen erfüllten sie selbst mit einem Glücksgefühl, das alle Strapazen in den Hintergrund stellte.

Die Kinderheime bedeuten für die hilfsbedürftigen Kinder und Jugendlichen, ein Zuhause geschenkt zu bekommen und neben materiellen Dingen wie Essen, Kleidung und einem Schlafplatz Liebe und Fürsorge zu erfahren. Vielen Dank an Heidi Nicklin für ihre Besuche bei und Ausflüge mit den Waisenkindern, denen sie einen unvergesslichen Tag bereitet hat.

humedica-Mitarbeiterin Heidi Nicklin (rechts) mit Schwester Anu Rite und den Kindern des Rusape-Kinderheims. Foto: humedica/ Heidi Nicklin

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