Äthiopien: Zwei Zahnärzte ziehen über 200 Zähne von Gefangenen

von Judith Kühl, 16.02.2009

Sechs Arbeitstage in sechs Gefängnissen. Um Dr. Wolfgang Lutz und Dr. Tobias Lutz sammeln sich hunderte Gefangene. Vater und Sohn ziehen Zähne wie noch nie: Über 200 Patienten werden mehr als 200 Zähne entfernt.

Dr. Tobias Lutz behandelt einen Patienten. Foto: humedica/Lutz

Vom 26. Dezember 2008 bis zum 06. Januar 2009 reisten die deutschen Zahnärzte durch Äthiopien, um in verschiedenen Gefängnissen kleine medizinische Eingriffe vorzunehmen. Den meisten Gefangenen fehlt die gesundheitliche Versorgung.

Auch die Hygiene in den Gefängnissen ist aufgrund des häufigen Wassermangels unzureichend. Die Lebensumstände der Häftlinge sind katastrophal, da häufig bis zu 300 Gefangene in einem Schlafsaal untergebracht sind.

Dr. Wolfgang Lutz und Dr. Tobias Lutz halfen dem einheimischen Team gemeinsam mit einem Gruppe von Jugendlichen der Organisation "Jugend mit einer Mission". Sie brachten medizinische Instrumente, schafften ein hygienisches Umfeld und behandelten Zahnprobleme und Entzündungen im Mund.

Vater und Sohn prägten die Eindrücke der großen Not sehr. Gleichzeit bleibt an Hoffnungzeichen: 211 Behandlungen linderten Schmerzen und die medizinische Versorgung verbesserte die Lebensumstände für viele Gefangene.

Auch nach einer Zahnbehandlung verloren die Patienten ihr Lächeln nicht. Foto: humedica/Lutz

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