Freundschaft und große Dankbarkeit nach Katastrophenhilfe im Bergdorf Yaojin (China)

von sha, 05.10.2009

Zehn unvergessliche Monate zwischen Verlust und Neuaufbau für die Dorfbewohner des Bergdorf Yaojin in der chinesischen Provinz Sichuan.

Als die Bewohner des kleinen Bergdorf Yaojin kurz nach dem verheerenden Erdbeben im Mai 2008 ein Team von Operation Blessing um Hilfe baten, wusste noch niemand, welchen Ausgang dieses Projekt nehmen sollte.

Das Dorf war zerstört, 53 Familien lebten in improvisierten Unterkünften mit ihren letzten Habseligkeiten, die sie aus den Trümmern retten konnten. Vor allem in der Regenzeit und den kalten Wintermonaten war dies für alle eine große Belastung

Luftaufnahme des Bauarials. Foto: OB.org

Zunächst konnte, mit der Bereitstellung von Baumaterialien, die Trinkwasserversorgung wieder hergestellt sowie Toiletten und Duschen installiert werden. Dabei legten die Dorfbewohner einen zielstrebigen Ehrgeiz an den Tag, und verblüfften mit enormen Kraftreserven, die sie trotz des Schocks noch aktivieren konnten.

Schnell formte sich die Idee, auch ihre Häuser wieder auf zu bauen. Operation Blessing konnte nach kurzer Absprache Baumaterial und Logistik zusagen, die Arbeiten auf der Baustelle wollten die Dorfbewohner in Eigeninitiative bewältigen.

Die Trümmer wurden zügig abgetragen, so dass mit dem Neubau zeitnah begonnen werden konnte. humedica übernahm in diesem Projekt drei Haus-Patenschaften und konnte damit drei Familien ein neues und stabiles Zuhause ermöglichen.

Die Baumaßnahmen wurden von generationsübergreifendem Zusammenhalt getragen. Tatsächlich trug jeder Dorfbewohner, seinen Möglichkeiten entsprechend, zum erfolgreichen Neuaufbau bei. Beeindruckend war das Engagement der Frauen, deren Männer als Wanderarbeiter in anderen Landesteilen Geld für die Familie verdienen. Den Alltag allein bewältigend, wussten sie sich in der schwierigen Katastrophensituation zu behaupten.

Kurz vor der Einweihung im März 2009. Foto: OB.org

Am 12. März 2009, zehn Monate nach dem schrecklichen Erdbeben, konnten die 53 neuen Häuser des Bergdorf Yaojin feierlich eingeweiht und jeder Familie ein sicheres Haus übergeben werden.

Zwischen den Projektkoordinatoren, Helfern und den Dorfbewohnern entwickelte sich eine herzliche Freundschaft, die in den gemeinsamen Weihnachtsfeierlichkeiten und der Begehung des chinesischen Neujahrfest ihren Höhepunkt fand.

Die Dorfbewohner, die sich überwiegend durch eigene Landwirtschaft versorgen, haben nun ein wenig Planungssicherheit zurück gewonnen und können die Herausforderungen des Lebens wieder auf Augenhöhe angehen.

Dieses Projekt ist ein weiteres Beispiel für kulturelle Verständigung, Freundschaft, Eigeninitiative und humanitärer Hilfe.

Viel Arbeit lastete auf den Schultern der Frauen aus dem kleinen Bergdorf Yaojin. Foto: OB.org

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