Uganda/Ostkongo: Einsatzteam eingetroffen - Verantwortung für Flüchtlingcamp übernommen

von Steffen Richter, 17.11.2008

Die Situation im Dreiländereck Kongo-Ruanda-Uganda ist noch immer dramatisch: Tausende Menschen fliehen vor den permanent aufflackernden Kämpfen paramilitärischer Milizen und regierungstreuen Einheiten. Mittlerweile hat das humedica-Einsatzteam seinen Zielort Kisoro an der Grenze zum Ostkongo erreicht und die Hilfe gestartet.

Besuch von deutschen Ärzten: Das humedica-Team unterwegs in den Grenzdörfern, im Gespräch mit Flüchtlingen. Foto: humedica

In Absprache mit der UNHCR und anderen Hilfsorganisationen in der Region Kisoro haben die Teammitglieder Markus Köhler, Helmut Schrader, Sjoerd van den Heuvel, Arzt Dr. Siegfried Gall und Krankenschwester Sabine Schalber nun die Verantwortung für eine Flüchtlingsanlaufstation im Ort übernommen.

In diesem kleineren Camp in Kisoro, eine Art Durchgangsstation für die Menschen aus Ostkongo, erfolgt eine Registrierung sowie eine Untersuchung, anhand der Ergebnisse von Fall zu Fall entschieden wird, ob ein Weitertransport zum offiziellen Flüchtlingscenter Nyakibale möglich ist.

Aufgrund der personellen Möglichkeiten mit dem medizinischen Personal und den zur Verfügung stehenden Medikamenten aus dem so genannten Medi-Kit 3000 kann humedica zusätzlich eine Sprechstunde anbieten, die nach ersten Angaben von Teamleiter Markus Köhler gerne und intensiv in Anspruch genommen wird.

Durchschnittlich bleiben die Flüchtlinge zwei bis drei Tage in diesem provisorischen Camp in Kisoro, bevor viele nach Nyakibale verlegt werden. Geplant ist jedoch ein zeitnaher Ausbau des Lagers in Kisoro, um Nyakibale zu entlasten und auch in grenznaher Region einen direkten, betreuten Anlaufpunkt für Flüchtlinge bieten zu können.

humedica bemüht sich in den organisatorischen Gesprächen mit Vertretern der Vereinten Nationen, die ebenfalls in der Region aktiv helfen, um die mittelfristige Verantwortung für das Camp in Kisoro.

Bitte geben Sie uns mit Ihrer gezielten Spende die Möglichkeit, schnell und nachhaltig einzugreifen.

humedica e. V.
Stichwort "Nothilfe Ostkongo/Uganda"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Bitte spenden Sie auch online für die Flüchtlinge im kongolesisch-ugandischen Grenzgebiet. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

Die etwa sechsjährige Cesia ist eines von vielen Flüchtlingskindern in einem brutalen Bürgerkrieges. Foto: humedica

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