TV-Richter Alexander Hold besucht humedica-Nothilfeprojekte in Haiti

von Katja Weber, 25.11.2008

Als im August das Ausmaß der Zerstörung durch den Wirbelsturm "Gustav" bekannt wurde, sagte TV-Richter Alexander Hold spontan seine Unterstützung für die betroffenen Menschen zu. Nun machte er sein Versprechen wahr, und besuchte die humedica-Nothilfeprojekte in Haiti.

Drei Tage lang war er in dem unterentwickelten, instabilen Land, das wunderschön in der Karibik liegt und in dem dennoch so gar kein tropisches Urlaubsgefühl aufkommen will. Zu allgegenwärtig sind die Armut und die Not der Menschen.

TV-Richter Alexander Hold beobachtet Dr. Thomas Schweyer bei einer ambulanten Augenoperation. Foto: Katja Weber/humedica

Seit humedica in Haiti tätig ist, wurde in der Gegend von St. Marc im Osten der Insel eine Vielzahl unterschiedlicher Projekte angestoßen und umgesetzt. Schwerpunkt der Arbeit ist die medizinische Hilfe und die Verteilung von Lebensmitteln. Darüber hinaus sollen demnächst auch Schulmaterialien an bedürftige Kinder ausgegeben werden.

Hold besuchte einige der von humedica geleiteten oder unterstützten Projekte. Auf dem Programm standen unter anderem ein Kinderkrankenhaus, die mobile Klinik und die - durch das Auswärtige Amt finanzierte - Verteilung von Hygiene-Paketen in Grundschulen. Die Schüler bekamen alltägliche Hygiene-Artikel wie Zahnbürsten, Zahnpasta und Seifen für die ganze Familie mit nach Hause.

Ganz besonders bewegt hat Hold der Besuch des Waisenhauses "Maranatha", das von humedica zunächst mit der mobilen Klinik angefahren und in Folge mit einer Lebensmittellieferung unterstützt wurde. "Diese traurigen Kinder, die in ihren kargen Schlafsälen nicht genug Betten und darauf teils nicht mal Matratzen haben, haben mich sehr berührt," sagt Hold.

Auch die Verteilung von Lebensmitteln gehört zum Hilfsprogramm von humedica. Foto: Katja Weber/humedica

"Wenn ich einen Wunsch frei hätte für Haiti," so Hold weiter, "würde ich mir für jedes Kind wünschen, dass es jeden Tag genug zu essen hat. Und ich würde mir wünschen, dass jedes Kind in die Schule gehen kann und die Chance auf Bildung bekommt."

Bei einer Besichtigung des St. Nicolas Krankenhauses, mit dem humedica eng kooperiert, nahm sich Hold auch Zeit für Maude, eine junge, schwer verletzte Frau. Die 28jährige kann nach einem Autounfall vor acht Monaten immer noch nicht gehen, sie hat einen Trümmerbruch im linken Oberschenkel, ihr rechtes Bein ist steif.

humedica hatte sie letzte Woche von der Mobilen Klinik in ihrem Dorf direkt ins Krankenhaus gebracht und kümmert sich nun um ihre Weiterbehandlung.

Alexander Hold kennt und schätzt die Arbeit von humedica in allen Teilen der Erde schon seit fünfzehn Jahren und hat bereits mehrere Zehntausend Euro an Spenden akquiriert. Er bringt sich gerne unterstützend ein und sagt dazu:

"Ich bin der Überzeugung, dass jeder etwas dazu beitragen kann, dass es den Benachteiligten auf dieser Welt besser geht. Die einen helfen von Zuhause aus, die andern krempeln für ein paar Wochen die Ärmel hoch und gehen zum Beispiel nach Haiti. Wichtig ist nur, dass jeder sich einbringt, wie er kann."

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