Simbabwe im Dezember 2008: Cholera, Armut, Tod - humedica greift ein

von DMO/SRI, 05.12.2008

Simbabwe am Abgrund: Die aktuelle Cholera-Epidemie im Land ist so dramatisch, dass die Regierung in Harare den Notstand ausrufen musste. Die Krankenhäuser sind überfordert, das Gesundheitssystem marode - Experten erwarten bis zum Frühjahr 60.000 Infizierte und 10.000 Tote.

humedica greift ein und schickt die Koordinatorin Janika Simon aus Hamburg nach Simbabwe. Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland sicherte unterdessen schon vor einigen Tagen seine Unterstützung zu.

Die Diözese Mutare liegt im Osten Simbabwes. Karte: public domain

Mit 200.000 Euro wird die deutsche Regierung die Arbeit von humedica in Simbabwe unterstützen. Ausländische Hilfe ist auch dringend vonnöten. In einem verzweifelten Hilferuf wandte sich Bischof Patrick Mutume von der Diözese Mutare, im Osten Simbabwes gelegen, bei einem Deutschlandbesuch im August 2008 an humedica.

"Eine kleine Flasche Wasser kostete 30 US-Dollar", bestätigt Corinna Blume, die kürzlich gemeinsam mit Dieter Schmidt (Nesselwang) das Land besuchte, um sich ein Bild von der Lage und den Möglichkeiten humanitärer Hilfe durch humedica zu machen, die dramatische Schilderung des katholischen Bischofs.

Wie so häufig sind es die Kinder, die am meisten unter der Choleraepedemie und der unfassbaren Armut zu leiden haben. Das humedica-Team konnte sich bei Besuchen von Waisenhäusern und Kliniken einen Eindruck von der prekären Situation machen.

Da die Versorgung von Krankenhäusern und Schulen staatlich geregelt ist, kann ausländische Hilfe häufig nur indirekt erfolgen. In der katholischen Organisation CADEC hat humedica einen verlässlichen einheimischen Partner gefunden.

Schwerpunkt wird insbesondere angesichts der gefährlichen Choleraproblematik die medizinische Hilfe sein, um den Krankenhäusern eine Wiederaufnahme ihrer Arbeit zu ermöglichen und die Gesundheitssituation zu verbessern.

Darüber hinaus wird ein spezielles Programm für Unterernährte die Bedürftigsten mit Lebensmitteln unterstützen. Später sind auch medizinische Einsätze in entlegenen Dörfern geplant.

Koordinatorin Janika Simon wird die Hilfe weiter vorbereiten und erste Maßnahmen umsetzen. Angesichts der ernsten Situation für die Bevölkerung plant humedica den Einsatz von weiteren Ärzteteams.

Bitte helfen Sie mit, die Not der Bevölkerung Simbabwes zu lindern:

humedica e. V.
Stichwort "Simbabwe"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Bitte spenden Sie auch online für die Bevölkerung Simbabwes. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

Bei ihrem Besuch konnten sich Corinna Blume und Dieter Schmidt ein Bild von der Situation der Waisenhäuser machen. Foto: humedica

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