Niger: Deutscher Handwerker unterstützt Klinikbau

von SRI/Sebastian Frank, 07.04.2008

Seine deutsche Heimat Biberach hat Sebastian Frank für drei Monate verlassen, um beim von humedica finanzierten Klinikbau in Kollo (Niger) unterstützend Hand anzulegen. Sebastian absolvierte nach seiner Ausbildung zum Elektriker noch ein Diplom-Studium mit Fachrichtung Gebäudetechnik. Nachfolgend schildert er seine ersten Eindrücke aus einem heißen Land.

Bei der oft unerträglichen Mittagshitze freuen sich die Arbeiter über jede Baustellenbesichtigung im Innern der Räume. Foto: Sebastian Frank

"Hier in Afrika trifft die Redewendung ´Gut Ding will Weile haben` auf so fast alles zu. Sei es auf das Leben oder auf die Arbeit, man nimmt sich Zeit und man lässt sich Zeit. Seit Dienstag (1. April) bin ich nun im Niger. Am ersten Tag nach meiner Ankunft konnte ich mir vor Ort einen Eindruck über das humedica-Krankenhaus und den aktuellen Baustand machen. Die ausgelagerten Sanitärbereiche sind soweit fertig stellt, die Arbeiten auf dem Dach befinden sich in der Endphase. Im Innenausbau gibt es noch einiges zu tun.

Aktuell wurde mit den Fliessenarbeiten an den Wänden begonnen, die elektrischen Leitungen sind weitestgehend verlegt, entsprechend müssen die Lampen und Schalter noch montiert werden. Auf meine Nachfrage, wie lange denn die gesamten Bauarbeiten im Innenausbau bis zur Fertigstellung andauern werden und die Räumlichkeiten bezugsfertig sind, wurde einstimmig verkündigt, dass dies in einem Monat der Fall sei. Nach einer kurzen Pause wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen.

Viele Arbeiten konnten trotz der hohen Temperaturen bereits abgeschlossen werden. Foto: Sebastian Frank

Im April beginnt hier im Niger die heißeste Jahreszeit. Tagsüber steigt das Thermometer auf mindestens 40°C, die Sonne sticht. Nachdem ich etwa 30 Minuten das Außengelände in der prallen Hitze begutachtet habe, verstehe ich das nur zu gut. Gut Ding will Weile haben. Ich schwitze nur vom Begutachten. Zur Vorsicht gehe ich erneut ins Krankenhausgebäude, um mir den Innenausbau noch mal etwas genauer anzuschauen und natürlich um ein wenig Schatten zu bekommen.

Nach einem Schluck aus der Wasserflasche fahren wir die 50 Minuten zurück nach Niamey. "Man nimmt sich Zeit, man lässt sich Zeit" - vermutlich werden die Bauarbeiten bis zur Fertigstellung etwas länger als einen Monat andauern…"
(Fortsetzung folgt)

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