Hilfe durch lokale Partner massiv verstärkt - Situation bleibt unübersichtlich - Zahl der Opfer steigt

von Steffen Richter/OB, 21.05.2008

Auch am neunten Tag nach dem verheerenden Erdbeben in der chinesischen Region Sichuan konnten die Helfer Überlebende aus den riesigen Trümmerfeldern ziehen. Ein Wunder. Die Situation rund um die Metropole Chengdu bleibt unübersichtlich, die Zahl der Opfer steigt unaufhörlich an und liegt mittlerweile bei über 50.000 Toten. humedica hat seine Hilfe durch lokale Partner weiter verstärkt.

Ähnlich wie in Myanmar gibt es nun auch in China einen Mangel an Trinkwasser; humedica verteilte durch lokale Partner 12.000 große Flaschen. Foto: OB

Helferteams von unserer Partnerorganisation Operation Blessing, die seit vielen Jahren in China humanitäre Projekte unterhalten und über ein hervorrangendes Netzwerk verfügen, waren wieder im Katastrophengebiet unterwegs. Ihre Mission: Die Ausgabe von Trinkwasser. Ähnlich wie im benachbarten Myanmar ist die Versorgung mit sauberem Wasser ein großes Problem, viele Anlagen wurden durch das Erdbeben zerstört, Trinwasservorräte wurden dadurch verschmutzt und sind nicht mehr genießbar.

In Shifang, einem kleineren Städtchen drei Stunden außerhalb Chengdus, konnten die Helfer 12.000 Flaschen Wasser verteilen. Hilfe, die von der Bevölkerung dringend benötigt wurde. Immer wieder brechen die Teams von Operation Blessing von Chengdu aus auf, um Hilfsgüter in betroffene Gebiete zu bringen und die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen.

Unzählige Kinder haben ihre Eltern verloren und stehen vor einer ungewissen Zukunft. Foto: OB

Aufgrund der Schwere dieser Katastrophe und der unübersichtlichen Situation bat uns Operation Blessing um personelle Unterstützung. Eine Bitte, der wir selbstverständlich umgehend nachkommen werden. Der erfahrene Krankenpfleger und Projektkoordinator Nils Stilke, der sich in Pakistan aufhält und zurzeit dort humedica-Projekte betreut, steht unmittelbar vor seiner Abreise nach China. Wir gehen davon aus, dass er in wenigen Stunden mit einem Visum im Gepäck China erreicht und die Hilfseinsätze unserer Partner gezielt unterstützen kann.

Nachdem humedica bereits kurz nach Bekanntwerden der Katastrophe im Reich der Mitte 10.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt hat, steht ein weiterer Ausbau der Hilfe im Raum und wird derzeit geplant. Denkbar ist die Entsendung von Ärzteteams ebenso wie effiziente Hilfe durch Sachgüterlieferungen.

Die Menschen im Katastrophengebiet leiden und trauern. Millionen haben ihr Zuhause verloren, Unzählige ihre Familien. Wir möchten herzlich an unsere Freunde und Förderer in Deutschland appellieren, unser Engagement in der betroffenen Region Chinas zu unterstützen. Obwohl China zu den Wirtschaftsweltmächten gehört und über ein gute Infrastruktur an Hilfe verfügt, bedingt das Ausmaß des Bebens sofortige ausländische Hilfe. Hilfe, die von der Regierung auch bereits mehrfach herzlich erbeten wurde.

Unabhängig von unterschiedlichen politischen Überzeugungen, aktuellen Konflikten oder anderen Differenzen halten wir es für unsere Pflicht und ein Gebot der christlichen Nächstenliebe, den Betroffenen in China zu helfen. Wir können Sie nur herzlich bitten, unsere Anstrengungen zu unterstützen. Ihre Hilfe kommt an und wird dringend benötigt. Vielen herzlichen Dank.

humedica e. V.
Stichwort: Erdbebenhilfe China
Konto: 47 47
BLZ: 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Ihr Leben konnten diese Menschen retten, mehr nicht. China trauert und unsere Nächstenliebe gebietet, zu helfen. Foto: OB

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