Dramatische Entwicklung nach Wirbelsturm - 15.000 Tote bestätigt - humedica-Ärzteteam auf dem Weg

von Steffen Richter, 06.05.2008

Wie bereits befürchtet ließ sich das wahre Ausmaß des schweren Zyklons "Nagris" erst am dritten Tag nach der Katastrophe absehen. Die burmesische Militärjunta gab in einer Regierungserklärung am gestrigen Montag zu Protokoll, dass dem Unwetter wohl mehr als 15.000 Menschen zum Opfer fielen. Unterdessen hat das fünfköpfige humedica-Ärzteteam das Nachbarland Thailand seit einigen Stunden erreicht; eine kurze Zwischenstation auf dem Weg nach Rangun und die betroffenen, umliegenden Bezirke.

Es war zu befürchten, dass es aufgrund der ungeheuren Wucht des Zyklons "Nagris" vom Samstagabend nicht bei den zunächst kolportierten 351 Todesopfern bleiben würde. Mittlerweile konstatierte sogar das staatliche Fernsehen, dass allein in einem Dorf im Delta des Irrawaddy 10.000 Menschen getötet wurden.

Krankenpfleger Benjamin Wiese (Tübingen) und der Bereichsleiter Projekte, Markus Köhler, beim Verladen des ungemein wichtigen Medi-Kits. Air Berlin/LTU hatte - wie schon häufig in den vergangenen 15 Jahren - kostenlose Tickets und Freigepäck für den Transport der Hilfsgüter bereitgestellt. Foto: humedica

Die Telefonverbindungen nach Rangun konnten noch immer nicht wiederhergestellt werden. Augenzeugen beschreiben die Lage als katastrophal: "Das Dach meines Hotel flog mit einem riesigen Krach davon, riesige Plakatwände brachen zusammen, die Bäume stürzten um, darunter auch große hundert Jahre alte Bäume. Die Menschen hier sagten, so etwas hätten sie noch nie erlebt." (aus: www.tagesschau.de)

Hilfskräfte der Vereinten Nationen rechnen damit, dass bis zu zwei Millionen Menschen obdachlos geworden sind. Mehrere 100.000 Menschen müssten dringend mit Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden, hieß es in einer Verlautbarung der Vereinten Nationen.

Das fünfköpfige humedica-Einsatzteam hat bereits seit einigen Stunden das Nachbarland Thailand erreicht, und wird in den kommenden Stunden nach Myanmar weiter reisen, um im Süden des Landes die dringend benötigte medizinische Hilfe zu leisten. Eine Ausweitung des Einsatzes ist avisiert, weitere Teams sind in Vorbereitung.

Die aktuelle Helfermannschaft wird ein so genanntes Medi-Kit (Medikamenten, Impfstoffe etc.) einsetzen, mit dem bis 3000 Menschen versorgt werden können.

humedica bittet die deutsche Bevölkerung dringend um gezielte Spenden, um den unzähligen Zyklonopfern helfend beistehen zu können. Sie haben an dieser Stelle die sichere Möglichkeit, eine online-Spende zu leisten. Gerne dürfen Sie Ihren persönlichen Einsatz unter dem Stichwort: "Nothilfe Myanmar" auch auf das Spendenkonte 47 47 der Sparkasse Kaufbeuren überweisen (BLZ: 734 500 00). Vielen herzlichen Dank für Ihr schnelles Eingreifen.

24 Millionen Menschen sind unmittelbar von der Katastrophe betroffen; die blauen Flächen kennzeichnen die überfluteten Gebiete im Süden Myanmars. Quelle/Illustration: reliefweb.int

Unser Einsatz in Myanmar wird freundlicherweise unterstützt von:

AIR BERLIN/LTU, das HILFSWERK DER BAYERISCHEN APOTHEKER

Unsere Kooperationspartner sind:

Operation Blessing (USA), YMCA (International), YWOM (Kanada), action medeor, hoffnungszeichen/Sign of hope, ora international (Deutschland)

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