Myanmar: Koordinator Gerhard Braunmiller auf dem Weg zurück ins Katastrophengebiet - Noch immer gibt es für internationale Helfer kaum Bewegungsfreiheit

von Steffen Richter, 29.05.2008

Er war bereits Mitglied des Ersteinsatzteams und musste in Bangkok lange auf ein Visum warten. Rund eine Woche war Gerhard Braunmiller dann als Koordinator verantwortlich für zwei humedica-Ärzteteams, die in Rangun mehrere hundert Patienten behandelten, bevor sie nach Deutschland zurückkehrten. Nun hat sich Gerhard Braunmiller wieder auf den Weg nach Myanmar gemacht.

Über Bangkok wird Gerhard Braunmiller (Frankfurt am Main) erneut in die ehemalige Hauptstadt Myanmars, Rangun, einreisen. Dieses Mal muss er allerdings keine Wartezeit in Kauf nehmen; eine gültige Einreisegenehmigung hat er im Gepäck. Hauptaufgabe des erfahrenen Einsatzkoordinators ist die Unterstützung der medizinischen Teams unseres lokalen Partners, die sich frei im Land bewegen können und bereits seit unmittelbar nach dem verheerenden Zyklon "Nagris" ihren Landsleuten zur Seite stehen.

Aktuelle Bilder aus dem Irrawaddy-Delta: Die Situation ist noch immer von unvorstellbarer Dramatik. Foto: humedica

humedica hatte bereits zwei deutsche Ärzteteams im Einsatz, alle fünf Personen sind aufgrund der schwierigen Arbeitsbedingungen in Myanmar (keine ausreichende Bewegungsfreiheit) und ablaufender Visa wieder nach Deutschland zurückgekehrt. "Wir setzen momentan auf die Unterstützung unseres lokalen Partners", erläuterte Markus Köhler, Leiter der Abteilung Projekte, diesen Schritt. "In wenigen Tagen senden wir einen Hilfsgütertransport mit dringend benötigten Medikamenten für 20.000 Patienten ins Katastrophengebiet. Wir können garantieren, dass diese Hilfe ankommt. Sobald sich die Situation in Myanmar tatsächlich verändert hat, werden weitere deutsche Ärzteteams ausgesandt.

Die internationalen Medien hatten bereits Ende vergangener Woche berichtet, die Bewegungsfreiheit für die vor allem in Rangun gebundenen Helfer aus aller Welt sei nun gewährleistet. Eine Nachricht, die sich bis heute als nicht richtig erweist. Einige wenige Hilfskräfte wurden unter Aufsicht ins massiv betroffene Irrawaddy-Delta geführt. Von freien Möglichkeiten zur Arbeit kann man allerdings auch am heutigen Tag definitiv nicht reden. Diese Einschätzung wurde von der so genannten OCHA, einer Einsatzgruppe der Vereinten Nationen, die sich um die Organisation von Hilfe nach Katastrophen kümmert, am gestrigen Tag in einem Lagebericht bestätigt.

Demnach wurden bis dato lediglich 17 Genehmigungen von der Militärregierung Myanmars für internationale Helfer ausgegeben. Gleichzeitig steigt die Zahl der Opfer weiter. Wie die OCHA berichtet, sind bis zum gestrigen Tag 77.738 Menschen durch den furchtbaren Wirbelsturm ums Leben gekommen. Weitere 56.000 Menschen werden noch immer vermisst.

Bitte unterstützen Sie unsere intensiven Hilfsbemühungen in Myanmar auch weiterhin mit gezielten Spenden. Alle bei humedica involvierten Teams arbeiten hart, um den Menschen, trotz der schwierigen Umstände, konkrete Hilfe zukommen zu lassen. Bitte stehen Sie dabei an unserer Seite. Vielen herzlichen Dank.

humedica e. V.
Stichwort "Zyklonhilfe Myanmar"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Unser Einsatz in Myanmar wird freundlicherweise unterstützt von:

AIR BERLIN/LTU, HILFSWERK DER BAYERISCHEN APOTHEKER

Unsere Kooperationspartner sind:

Operation Blessing (USA), YWAM (Thailand), action medeor e.V. (Deutschland), hoffnungszeichen e.V. (Deutschland), ora international e. V. (Deutschland), Fondazione Paideia (Italien)

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