Myanmar: Deutsches Ärzteteam wartet auf Einreise - Zweites Team vor Aufbruch - humedica-Partner behandelte bereits 1000 Patienten und wartet auf Unterstützung

von Steffen Richter, 08.05.2008

Für unser deutsches Ärzteteam, das bereits seit Montag in Bangkok auf eine Einreisegenehmigung wartet, ist die Situation frustrierend. Sie wollen unbedingt helfen, dürfen aber nicht. Unterdessen hat unser lokaler Partner in Yangon in der eigenen Klinik bereits mehr als 1000 Patienten behandelt und wartet dringend auf die Unterstützung durch die erfahrenenen humedica-Helfer.

Hunderte Demonstranten vor der Botschaft Myanmars in Bangkok blieben mit ihrer Forderung nach freier Einreise für Hilfsorganisationen bisher ungehört. Foto: alernet.org/Reuters

Der Projektleiter unseres lokalen Partners in Yangon, konnte als burmesischer Staatsbürger bereits mehrfach ohne Probleme von der ehemaligen Hauptstadt Myanmars nach Bangkok und wieder zurück reisen. Immerhin ist es dabei gelungen, einige überlebenswichtige Medikamente aus unserem Medi-Kit in die Klinik zu bringen.

Dort behandeln zwei von humedica finanzierte, einheimische Ärzte und drei Krankenschwestern nahezu rund um die Uhr Überlebende des verheerenden Zyklons und warten dringend auf die Unterstützung des in Bangkok festsitzenden deutschen Teams. Angesichts der mittlerweile auch offiziell kommunizierten Opferzahl von etwa 100.000 Toten und tausender Verletzter, die durch die höchste US-Diplomatin in Myanmar, Shari Villarosa, bestätigt wurde, ist es nicht nachzuvollziehen, warum die Tür für hunderte Helfer bis zu diesem Moment nicht geöffnet wurde.

In Bangkok lagern bereits Hunderte Tonnen Hilfsgüter aus aller Welt. Bisher wurden nur Lieferungen aus China, Thailand und den USA akzeptiert. Foto: alernet.org/Reuters

Das fünfköpfige humedica-Team war vor drei Tagen wieder einmal äußerst schnell präsent und wartet seit der Ankunft in Bangkok auf die Erlaubnis, in die Katastrophenregion einzureisen. Eine Hilflosigkeit, die angesichts der dramatischen Situation in Myanmar für traurige Momente sorgt.

Wir sind aber sehr guter Hoffnung, dass sich diese Situation zeitnah ändern wird und bereiten darüber hinaus in diesen Minuten den Einsatz eines zweiten, medizinischen Teams vor. Voraussichtlich am Montag werden Dr. Christian Scholber (Hannover), Dr. Michael Brinkmann (Bonn) und der Krankenpfleger Herbert Seitz (Gollhofen/Würzburg) sich auf den Weg nach Myanmar machen. Die Einreiseproblematik werden wir versuchen, in der burmesischen Botschaft in Berlin zu lösen. Zuvor wird der Bereichsleiter Projekte, Markus Köhler, in Berlin als Gast des Koordinierungsausschusses (Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland) an einer Sitzung mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier teilnehmen, um die Problematik in der Katastrophenregion zu besprechen.

Weiterhin wird selbstverständlich auch die unermüdliche Arbeit unseres lokalen Partners wird von humedica umfassend unterstützt.

Zur Umsetzung unserer vielfältigen Anstrengungen für die Menschen im Süden Myanmars erbitten wir herzlich Ihre Spende. Bitte stehen Sie an unserer Seite. Über die weitere Entwicklung unserer Hilfe und Teams informieren wir Sie umgehend. Bitte besuchen Sie unsere Internetseiten regelmäßig wieder.

humedica e. V.
Stichwort "Zyklonhilfe Myanmar"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Gerne können Sie uns an dieser Stelle auf sicherem Wege auch eine Online-Spende übermitteln. Vielen Dank.

Unser Einsatz in Myanmar wird freundlicherweise unterstützt von:

AIR BERLIN/LTU, HILFSWERK DER BAYERISCHEN APOTHEKER

Unsere Kooperationspartner sind:

Operation Blessing (USA), YWAM (Thailand), action medeor e.V. (Deutschland), hoffnungszeichen e.V. (Deutschland), ora international e. V. (Deutschland), Fondazione Paideia (Italien)

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