Ärzte retten Baby vor Hungertod

von Daniel Monninger, 24.09.2008

Immer noch stehen Teile Haitis, das Anfang des Monats von mehreren schweren Wirbelstürmen heimgesucht wurde, unter Wasser. Die Versorgung der Bevölkerung mit dem Nötigsten gestaltet sich weiterhin schwierig und ist nach wie vor unzureichend. humedica verstärkt deshalb das Team vor Ort mit weiteren internationalen Helfern.

Kinder wie dieses Mädchen sind besonders von den Folgen der Naturkatastrophe betroffen. Foto: humedica

Seit kurzem befinden sich mit Dr. Ulrich Seemann (Hambühren), Dr. Irmgard Harms (Hindelang), Dieter H. Schmidt (Nesselwang), Katja Weber (Berlin), Nina Wöhrmann (Vreden) und Lies Schorreels (Belgien) weitere humedica-Mitarbeiter in Haiti. Ab 1. Oktober wird außerdem Dr. René Halbach (Gummersbach) das Team verstärken.

Ihre Hilfe wird nach wie vor so dringend benötigt wie am ersten Tag der Naturkatastrophe. Die Medienkarawane ist längst weiter gezogen. Sie ließ Menschen zurück, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben und ums nackte Überleben kämpfen.

Binnen eines Tages konnte humedica 1700 Menschen mit Lebensmitteln versorgen. An verschiedenen Ausgabestellen wurden Reis, Bohnen, Mais, Öl und Milch verteilt. Im abgelegenen Dorf Loe konnten außerdem in den vergangenen Tagen über 130 Frauen, Männer und Kinder medizinisch betreut werden. Die zu behandelnden Krankheiten reichten von Malaria, Würmern und Hautkrankheiten über Durchfälle und Fieber bis hin zu Atemwegserkrankungen.

Der kleine Louis wog bei seiner Ankunft nur 2500 Gramm. Foto: humedica

In einem akuten Notfall bewiesen die humedica-Ärzte, wie unverzichtbar ihre Hilfe ist. Louis Federson, ein drei Monate altes Baby und Halbwaise, wog nur 2500 Gramm, als die Mediziner mit der Behandlung begannen.

Ohne deren Eingreifen hätte das massiv unterernährte und dehydrierte Kind den Tag vermutlich nicht überlebt. Inzwischen wurde es ins Krankenhaus von St. Marc verlegt, wo sich die Ärzte verzweifelt darum bemühen, sein Leben zu retten.

Fälle wie dieser zeigen, dass die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln trotz aller Anstrengungen noch nicht ausreichend ist. Weitere Hilfe wird dringend benötigt. Denn es sind vor allem die Kinder, die unter der dramatischen Lage besonders zu leiden haben.

Bitte helfen Sie der Bevölkerung in Haiti in Form einer Spende auf das Konto:

humedica e. V.
Stichwort "Fluthilfe Haiti"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Bitte spenden Sie auch online für die Opfer der Wirbelstürme in Haiti. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

Der Kinderarzt Dr. Ulrich Seemann konnte schon zahlreiche Kinder medizinisch betreuen. Foto: humedica

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