humedica-teamtag: Rückblicke und Ausblicke

von Steffen Richter, 28.01.2008

Am Ende war dieser besondere Tag viel zu schnell vorbei. Interessante Vorträge, informative Workshops, viele Gespräche und überall Wiedersehensfreude hatten den humedica-teamtag zu einem Höhepunkt werden lassen.

Der Beginn eines ereignisreichen Tages. Foto: humedica

Nach einer kurzen Begrüßung durch den stellvertretenden Geschäftsführer, Bernd Herger, hatte Waltraud Walz die rund 40 Besucher des teamtags aus allen Teilen Deutschlands im Namen des Vorstands herzlich willkommen geheißen. Und gleich zu Beginn ermutigt: "Sie haben ein Herz für Menschen in Not!" Abgeleitet von der biblischen Tageslosung stand dieser Satz programmatisch über dem teamtag. Es ist bemerkenswert und sollte nie vergessen werden, dass sich heute immer noch zahlreiche Freiwillige finden, die bereit sind, ihre Zeit, Profession und auch ihr Geld zu investieren, um Menschen in schwierigen, mitunter lebensbedrohlichen Situationen konkret zu helfen und zur Seite zu stehen.

Marcel Kötter erklärte in seinem Workshop die Situation in Darfur (Sudan). Foto: Markus Köhler

In einem informativen Rückblick fokussierte der Bereichsleiter Projekte, Markus Köhler, auf die verschiedenen Einsätze im Jahr 2007. Sowohl im Bereich Nothilfe, als auch bei langfristiger Projektarbeit und der Versorgungshilfe konnte humedica das Engagement im Vergleich zu früheren Jahren weiter ausbauen. Nicht zuletzt ein Verdienst der vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie der treuen Unterstützung durch Freunde und Förderer sowie institutionelle Spender.

Dem Blick zurück folgte eine Perspektivwechsel auf die Möglichkeiten in der Zukunft durch acht verschiedene Workshops, die auf zwei Etagen in der humedica-Zentrale angeboten wurden. Von "Trainings- und Einsatzvorbereitung" über "Versorgungshilfe und Langzeitprojekte" bis hin zur "Projektvorstellung Sudan" reichte die Angebotspalette.

Simone Winneg referierte in landestypischer Tracht über ihre Erfahrungen in Somalia. Foto: humedica

Dem intensiven Austausch der Teilnehmer, die sich mitunter von verschiedenen humedica-Einsätzen bereits kannten, folgte ein durchaus spannender Fachvortrag durch Professor Dr. Bernd Domres. Der erfahrene Chirurg und weltweit anerkannte Referent, der unter anderem an der renommierten Universität zu Tübingen lehrte, stellte verschiedene Möglichkeiten der effizienten medizinischen Hilfe bei Erdbebenkatastrophen vor.Professor Dr. Domres, der verschiedene Katastropheneinsätze für unterschiedliche Organisationen vorweisen kann, war noch im August mit einem humedica-Einsatzteam in Pisco (Peru), um nach dem starken Erdbeben Hilfe zu leisten. Seine detaillierten Ausführungen zu den in Katastrophen häufig erlebten "Compartment" oder "Crush Syndrom" bewiesen einmal mehr seinen internationalen Ruf als Kapazität auf diesem Gebiet.

Professor Dr. Bernd Domres ist eine weltweit anerkannte Kapazität auf dem Gebiet der medizinischen Katastrophenhilfe. Foto: humedica

Mit einem Ausblick auf die Vorhaben und Arbeitsinhalte für das vor uns liegende Jahr 2008 sowie einem entspannten gemeinsamen Kaffeetrinken ging der humedica-teamtag schließlich zu Ende. "Es ist immer wieder spannend Menschen zu treffen, die ähnlich denken und handeln wollen", schrieb eine Teilnehmerin in ihren persönlichen Live-Blog auf der humedica-Internetseite. Weitere Stimmen ergänzten den positiven Gesamteindruck von diesem in jeder Hinsicht besonderen Tag.
Das humedica-Team möchte sich an dieser Stelle bei allen Besuchern, aber auch allen anderen ehrenamtlichen Helfern für ihr Engagement bedanken. Ohne Euch wäre unsere Hilfe für Menschen in Not kaum in dieser Ausprägung und Hingabe möglich. Gemeinsam werden wir auch die Herausforderungen der nahen und fernen Zukunft bestehen. Liebe Grüße und ein herzliches "Vergelt's Gott" aus Kaufbeuren.

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×