Vielfältige humedica-Hilfe für Haiti

von Steffen Richter, 10.04.2008

Haiti hat nahezu paradiesische Voraussetzungen für ein angenehmes Leben. In unseren Vorstellungen von der Karibik. Die Realität ist für einen Großteil der Haitianer jedoch weit weg von idyllischer Postkartenromantik. In den vergangenen Tagen eskalierte die Situation in dem westlichen Teil der Insel Hispaniola. Internationale Medien berichten übereinstimmend von schweren Unruhen, Plünderungen und Menschen, die unvorstellbare Armut auf die Straßen der Städte treibt. Die international operierende Hilfsorganisation humedica (Kaufbeuren/Bayern) hat sich, auch angesichts der jüngsten Entwicklungen, entschlossen, in Haiti helfend einzugreifen.

"Seit Tagen andauernde Proteste gegen hohe Lebensmittel-Preise drohen Haiti, das ärmste Land Amerikas, erneut in Chaos und Anarchie zu stürzen. Am Dienstag gingen in der Hauptstadt Port-au-Prince Tausende von Menschen auf die Straße…auf vielen Straßen wurden Barrikaden errichtet, Autos angezündet und Geschäfte geplündert", berichtete die Onlineausgabe der Zeit erst vor wenigen Stunden.

Kaufbeurens Bürgermeister Stefan Bosse,Botschafter Jean-Robert Saget und humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß trafen sich im Februar 2008 im Rathaus Kaufbeuren. Foto: humedica

Haiti existiert nach Jahrzehnten der Diktatur wirtschaftlich und politisch am Existenzminimum. Die UN-Mission Minustah versucht seit Mitte 2004, dem Land den Weg in die Demokratie zu ebnen und Stabilität zu generieren. Das größte Problem der Bevölkerung ist allerdings die kaum ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, massive Inflation und fehlende Verdienstmöglichkeiten. Die Menschen sind dringend auf breit angelegte Hilfe angewiesen.

Gemeinsam mit dem haitianischen Botschafter in Deutschland, Seiner Exzellenz Herrn Jean-Robert Saget, wird humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß am 19. April nach Haiti reisen, um Möglichkeiten sofortiger humanitärer Hilfe auszuloten. Geplant sind Gespräche mit Vertretern des Gesundheits- und Innenministeriums sowie dem Ehepaar Jovin und Emma Martinez, die mit ihrer Organisation Emmanuel International Haiti als lokale Kooperationspartner in Frage kommen. Außerdem werden Wolfgang Groß und Botschafter Saget verschiedene Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen besuchen. Es ist zum heutigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass humedica kurzfristig mit Nahrungsmittellieferungen, Medikamenten und wahrscheinlich auch Einsätzen medizinischer Teams helfen wird.

Bereits im Februar hatten Jean-Robert Saget und Wolfgang Groß bei einem Besuch des Botschafters in der Hauptzentrale humedicas Hilfe für Haiti vereinbart.

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