Eine Woche intensives Training für ein gemeinsames Ziel

von Daniel Monninger, 12.09.2008

Aus allen Regionen Deutschlands sind sie zusammen gekommen, um sich vom 7. bis 12. September für die Koordination eines humedica-Hilfseinsatzes im Ausland weiterbilden zu lassen. Insgesamt 15 Menschen mit unterschiedlichsten Biographien verbindet doch ein Anliegen: Hilfe für Menschen in Not.

Dr. Tobias Schadeck (Böbrach im Bayerischen Wald), will "die Theorie nach der Praxis nachholen." Der Hautarzt war bereits viermal mit humedica im Ausland. Ihre ersten Erfahrungen mit humedica machen dagegen Katja Weber (Berlin) und Dr. René Halbach (Gummersbach). Die PR-Referentin will sich beruflich neu orientieren und der Chirurg möchte später hauptberuflich in Auslandsprojekten arbeiten.

Dr. Tobias Schadeck, Katja Weber und Dr. René Halbach (v. l.) trainieren gemeinsam für einen späteren Auslandseinsatz. Foto: humedica

Die Aufgabe des Koordinators ist eine der wichtigsten Funktionen bei einem Katastropheneinsatz. Koordinatoren organisieren nicht nur die Arbeit vor Ort, kümmern sich um Logistik, Finanzen und die Zusammenarbeit mit örtlichen Stellen, sondern stellen auch das Bindeglied zur humedica-Zentrale in Kaufbeuren dar.

In zahlreichen Trainingseinheiten, die sowohl Theorie- als auch Praxisteile beinhalten, lernen die Teilnehmer alles Nötige, um für einen Einsatz im Ausland gewappnet zu sein.

Die Themen der einzelnen Module reichen dabei vom Aufbau der medizinischen Versorgung über die Verteilung von Hilfsgütern, die Zusammenarbeit mit dem Hauptquartier, bis hin zur Mitarbeiterführung vor Ort. Auch ein Sicherheitstraining ist Bestandteil der Ausbildung.

"Der Theorieteil ist sehr fundiert und trotzdem ist das Training praxisnah. Die Mischung stimmt einfach", zeigt sich Katja Weber begeistert. "Alles, was man hier tut, bietet schon einen Vorgeschmack auf die Realität im Einsatz. Der ganze Tag wird zur praktischen Übung."

Eine der Praxisaufgaben bestand im Aufbau eines Klinikzeltes. Foto: humedica

Für einen erfolgreichen Einsatz unter extremen Bedingungen ist die Arbeit im Team von großer Bedeutung. Deshalb sind die Teilnehmer auf drei Gruppen aufgeteilt, in denen alle Aufgaben gemeinsam bewältigt werden.

"Man lernt hier extrem viel über die Arbeit im Team.", so Dr. Halbach. "Das ist sehr praxisnah, da es auch im Einsatz eine Herausforderung darstellt.", ergänzt sein Kollege Schadeck.

Alle drei Kursteilnehmer würden sofort wieder am Training teilnehmen. "Ich setze noch einen drauf und werde es sogar weiterempfehlen", fügt Katja Weber verschmitzt hinzu.

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