Botschafter Benins zu Gast in Kaufbeuren

von Daniel Monninger, 16.09.2008

Am 22. September wird hoher Besuch in Kaufbeuren erwartet: Seine Exzellenz Herr Isidore Bio, Botschafter der afrikanischen Republik Benin, wird im Anschluss an einen Empfang durch Oberbürgermeister Stefan Bosse im Kaufbeurer Rathaus auch den beiden Hilfsorganisationen humedica und Mercy Ships in Neugablonz einen Besuch abstatten.

Dr. José-Marie Koussemou ist ein viel beschäftigter Mann. Der Arzt am Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren ist gleichzeitig 2. Vorsitzender der gemeinnützigen Organisation Oredola (dt. "Aus Menschen werden Brüder"), die sich die Förderung humanitärer Projekte in Benin auf die Fahnen geschrieben hat.

In dem westafrikanischen Land werden dringend benötigte Dialysegeräte derzeit schmerzlich vermisst. So kam der Kontakt zu humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß zu Stande. Nach einem Gespräch stand schnell fest, dass humedica die Lieferung entsprechender Geräte organisieren wird.

Dr. Koussemou ist auch Berater des Außenministeriums von Benin, so dass schnell die Idee einer Einladung des Botschafters geboren wurde. Da dieser Kooperationen, die Benin weiterhelfen könnten, vorantreiben möchte, zeigte er sich erfreut von der vereinbarten humedica-Hilfe und stimmte einem Besuch in Kaufbeuren umgehend zu.

Mercy Ships war mit ihrem Krankenhausschiff bereits mehrmals in Benin tätig. Alleine beim vergangenen Einsatz von November 2004 bis Februar 2005 konnten knapp 3.000 Menschen medizinisch versorgt werden. Oft verbesserten die Eingriffe das Leben der Menschen nachhaltig oder retteten in den letzten 30 Jahren das Leben zahlloser Patienten.

Alfred nach der Operation. Foto: Mercy Ships

So auch dem 15-jährigen Alfred (siehe Bild), der an einem fünf Kilogramm schweren Tumor litt. Die komplette untere Gesichtshälfte war von der gutartigen Geschwulst bedeckt. Dadurch konnte Alfred keine Nahrung mehr zu sich nehmen und wäre verhungert, wenn die Mercy Ships-Chirurgen den Tumor nicht in einer erfolgreichen, dreistündigen Operation entfernt hätten, wodurch der Jugendliche nun wieder ein normales Leben führen kann.

Der nächste Aufenthalt des Hospitalschiffes MS Africa Mercy in Benin ist für Februar 2009 geplant und wird dort schon sehnsüchtig erwartet. In der deutschen Zentrale von Mercy Ships werden daher zurzeit dringend benötigte Hilfsgüter für den neuerlichen Einsatz des schwimmenden Krankenhauses beschafft.

Falls Sie uns bei der Beschaffung und dem Transport der für Benin benötigten Dialysegeräte finanziell unterstützen möchten, können Sie uns an dieser Stelle auf sicherem Wege eine Online-Spende übermitteln.

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