Erdbebenhilfe China: Unermessliche Zerstörungen im Reich der Mitte

von Steffen Richter, 16.06.2008

Drei Länder standen im ersten Halbjahr 2008 im Fokus der humedica-Hilfe. Während Haiti unter der massiven strukturellen Armut leidet, erlebten sowohl Myanmar, als auch der große Nachbar China tragische Naturkatastrophen, die viele Opfer forderten. In drei Teilen blicken wir in den kommenden Tagen zurück und wagen gleichzeitig einen Ausblick. Heute: Myanmar!

China - Erschütternde Bilder aus dem Reich der Mitte

Tibet und Olympia, das wären wohl die ersten Assoziationen, die man in diesen Tagen beim Gedanken an China hat. Weltweit kämpft das Reich der Mitte mit einem gewaltigen Imageproblem: Menschenrechtsverletzungen, Ausbeutung, Politikwillkür, Doping und die Liste will kein Ende nehmen.

Wie gravierend dieses Imageproblem tatsächlich ist, zeigt sich bereits in den ersten Stunden nach dem gewaltigen Erdbeben, das die Region Sichuan am 11. Mai erschüttert.

Die Überlebenden des schweren Erdbebens sind bis heute auf Hilfsgüter angewiesen. Foto: humedica

Zwar ist die Weltöffentlichkeit betroffen über die Bilder aus der Katastrophenregion, konkrete Hilfe über Spenden läuft aber nur sehr eingeschränkt an.

Obwohl die chinesische Regierung im Gegensatz zum Nachbarn Myanmar seine Grenzen nicht geschlossen hält, die Medien frei berichten können und die Regierung sehr schnell auch offiziell um internationale Hilfe bittet, bleibt die Reaktion der Organisationen und insbesondere die der Bevölkerung verhalten.

Dabei sind die Zerstörungen in den betroffenen Gebieten verheerend; hinzu kommt die traurige Zahl von rund 70.000 Toten und geschätzten zwei Millionen Obdachlosen.

Gewaltige Zerstörungen prägen in diesen Tagen das Bild in der Provinz Sichuan. Foto: humedica

Bereits in den ersten Stunden nach dem Beben stellt humedica eine Soforthilfe über 10.000 Euro zur Verfügung und kann auf einen etablierten Partner in China bauen.

Die amerikanische Organisation Operation Blessing arbeitet mit ihrer lokalen Schwesterorganisation OB China bereits seit vielen Jahren im Reich der Mitte und ist auch nach dem Beben mit Teams schnell am Ort des Geschehens, um helfend einzugreifen.

Durch aufwändige Transporte werden auch Menschen in schwierig zu erreichenden Gebieten mit Lebensmitteln, Medikamenten, Trinkwasser und anderen Gütern versorgt.

Mittlerweile unterstützt Nils Stilke als humedica-Koordinator die Arbeit von Operation Blessing mit seiner Erfahrung und Arbeitskraft.

Erfahrener Koordinator im Einsatz für Menschen in Not: Nils Stilke. Foto: humedica

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