humedica intensiviert Lebensmittelverteilung dank Partnerhilfe

von Daniel Monninger, 02.10.2008

Das Wasser in der Region um St. Marc hatte begonnen zurückzugehen. Das hätte den Menschen auf Haiti ihre zerstörten Häuser zwar nicht wieder gegeben, zumindest aber die Durchführung der Hilfsmaßnahmen des humedica-Ärzteteams erleichtert. Schwere Regenfälle sorgten nun jedoch für neue Probleme.

Durch den starken Niederschlag bleiben Straßen unpassierbar und ganze Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten. Noch immer lebt ein Großteil der Menschen in so genannten "Sheltern" - notdürftige Behausungen, die die zerstörten Häuser nicht einmal ansatzweise ersetzen können.

Bei den Lebensmittelverteilungen herrscht regelmäßig großer Andrang. Foto: humedica

In diesen Notunterkünften arbeitet das humedica-Ärzteteam fieberhaft an der Versorgung der Not leidenden Bevölkerung. Dabei stellen sowohl die Verteilung von Lebensmitteln als auch die medizinische Betreuung der betroffenen Menschen Schwerpunkte der Arbeit dar.

Dank großzügiger Unterstützung der humedica-Partnerorganisationen Hilfswerk der Bayerischen Apotheker, Operation Blessing und Hoffnungszeichen konnten in der vergangenen Woche annähernd 5000 Menschen mit Lebensmitteln versorgt werden. Darüber hinaus stellte der Verein Haiti-Kinderhilfe e.V. zusätzlich 10.000 Euro zur Verfügung, um die medizinische Hilfe weiter ausbauen zu können.

In den Überschwemmungsgebieten sind Hygieneprobleme eine große Herausforderung. Um Krankheiten und Seuchen zu vermeiden, werden daher in Kürze 2000 Hygienepakete verteilt. Diese enthalten unter anderem Zahnbürsten, Zahnpasta, Seife und Wasserdesinfektions-Tabletten zur Herstellung von sauberem Trinkwasser.

Dem kleinen Louis, der vor wenigen Tagen völlig dehydriert und massiv untergewichtig von den humedica-Ärzten behandelt wurde, geht es inzwischen deutlich besser. Er schwebt nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Da humedica die Behandlungskosten im Krankenhaus von St. Marc übernimmt, konnte das Baby Infusionen bekommen, die seinen Kreislauf stabilisierten und seine körperliche Verfassung merklich verbesserten.

Gemeinsam mit einheimischen Helfern organisieren Dieter Schmidt und Nina Wöhrmann die Verteilung der Lebensmittel. Foto: humedica

Derweil konnte das humedica-Ärzteteam einem weiteren Kleinkind das Leben retten. Der einjährige Junge zeigte schwere Anzeichen von Malaria und wurde vom Vater zu Kinderarzt Dr. Ulrich Seemann gebracht. Fieber, Schüttelfrost und Schmerzen hatten ihn sehr geschwächt.

Da sich die Malaria bereits in einem fortgeschrittenen Stadium befand, wäre der kleine Junge nach Einschätzung der Mediziner binnen zwei Tagen seiner Krankheit erlegen. Durch den umgehenden Beginn einer Therapie mit der Gabe von Malariamedikamenten wird der Junge vermutlich überleben.

Bitte helfen Sie der Bevölkerung in Haiti in Form einer Spende auf das Konto:

humedica e. V.
Stichwort "Fluthilfe Haiti"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Bitte spenden Sie auch online für die Opfer der Wirbelstürme in Haiti. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

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