Zehntausende nach schweren Überschwemmungen obdachlos

von Wolfgang Groß, 09.05.2007

Mohamed (rechts im Bild) hat durch die Überschwemmung sein Haus verloren

humedica startet Hilfsaktion für die Opfer der Naturkatastrophe. Nach starken Regenfällen mit daraus resultierenden Überschwemmungen sind in Sri Lanka zehntausende Menschen obdachlos geworden.

Mindestens 17 Personen starben offiziellen Angaben zufolge in den Fluten. Der heftige Monsunregen, begleitet von zeitweise orkanartigen Winden, zerstörte 280 Häuser völlig und beschädigte 1.266 Gebäude, darunter auch das Dach des Parlaments.

In der Hauptstadt Colombo sowie in Gampaha, Galle und Kalutara, mussten mehr als 121.000 Menschen ihre Häuser verlassen und leben nun in 16 Notunterkünften. "Mein Haus und unser gesamtes Hab und Gut stehen unter Wasser", klagt Fathima BeeBee (34) aus Maligawatte, die zusammen mit 300 anderen Personen Zuflucht im R. Premadasa International Cricket Stadium gefunden hat. "Niemand hilft uns", ergänzt Fathima Kani aus Keththarama. "Wir müssen unser Essen selbst im Laden kaufen. Ich habe zwei Mädchen, die mit mir hier im Freien campieren müssen. Es gibt keine Privatsphäre. Man läßt uns einfach allein!", klagt die 49jährige Mutter.

Diese Flutopfer haben Zuflucht im R. Premadas International Cricket Stadium in Keththarama gesucht

Aufgrund dieser Hilferufe beschloß der humedica-Vorstand, als erste Soforthilfe 10.000 Euro zum Kauf von Nahrungsmitteln, Decken, Plastikplanen und Kochgeschirr bereitzustellen, um die schlimmste Not der Betroffenen zu lindern. Außerdem wird ein srilankisches Ärzteteam im Überschwemmungsgebiet kostenlose Sprechstunden abhalten. "Unser Land kommt nicht zur Ruhe und ich danke den deutschen Spendern von ganzem Herzen, daß wir auch in diesem Fall wieder gemäß unserem Motto "Nächstenliebe in Aktion" schnelle und unbürokratische Hilfe für die schuldlos in Not geratenen Menschen leisten können", erklärte der srilankische humedica-Direktor, Sam Rajasuriar. "Wir werden sofort damit beginnen, die Hilfebedürftigen in Absprache mit dem "National Disaster Management Centre" zu registrieren, damit die Hilfe ohne zeitliche Verzögerung an die Katastrophenopfer weitergeleitet wird".

humedica e.V. arbeitet seit 1983 in Sri Lanka und ist dort seit 1994 unter dem Namen Humedica International Lanka als gemeinnützige Organisation registriert. Neben einer Internationalen Schule für 600 Kinder, unterhält humedica in Sri Lanka verschiedene soziale und medizinische Einrichtungen, darunter sieben Kindergärten, mobile und stationäre Kliniken und Dentalstationen sowie eine Ambulanzschiff.

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