Nach dem Zyklon "Sidr": Zahl der Opfer steigt, Tausende vermisst

von Steffen Richter, 18.11.2007

Wie von offiziellen Regierungsstellen in Bangladesch zu vernehmen war, ist der Distrikt Bagerhat mit bisher bestätigten 610 Todesopfern am stärksten von dem Taifun betroffen. Damit fielen bis zum Sonntag 1900 Menschen der Katastrophe zum Opfer. Die schreckliche Bilanz eines Wirbelsturms, der mit gemessenen 240 Stundenkilometern über das Land regelrecht hinweg fegte. Die Berichte von freiwilligen Helfern und Rettungskräften zeichnen ein schauriges Bild nach Sturm und Regen. Von vielen toten Körpern in den Flüssen ist die Rede, die meisten von ihnen war Fischer. Noch immer sind weite Teile der betroffenen Gebiete nicht von Hilfsmannschaften erreicht worden. Experten rechnen aufgrund der Intensität des Zyklons und der schwierigen Umstände im schlimmsten Falle mit bis zu 10.000 Toten. Und es droht die Katastrophe nach der Katastrophe: Durch das gewaltige Unwetter wurden nicht nur ganze Dörfer und insgesamt tausende Häuser zerstört, auch die Ernte fiel der Katastrophe zum Opfer. Ohne schnelle Hilfe, die von Regierungsseite mittlerweile dringend erbeten wurde, stehen der Bevölkerung in Bangladesch schlimme Konsequenzen bevor.

In wenigen Stunden wird das von humedica zusammengestellte, vierköpfige Ärzteteam in das Katastrophengebiet aufbrechen, um dort unter Leitung des erfahrenen Koordinators Dieter Schmidt dringend benötigte medizinische Hilfe zu leisten. Unterstützt von unserem lokalen Partner KOINONIA wird das Team in die am stärksten betroffenen Regionen reisen. Die Schwierigkeiten für die Überlebenden sind vielfältig: Neben den physischen Verletzungen kann ein solches Erlebnis massive psychische Störungen hervorrufen. Darüber hinaus gilt es, möglichst schnell die für den Alltag notwendige Infrastruktur wiederherzustellen. Insbesondere die Sicherstellung von Trinkwasserzugang ist elementar, um weitere medizinische Konsequenzen zu vermeiden. Ein Bereich, in dem sich unsere Partnerorganisation KOINONIA engagieren wird.

Um weitere Hilfsmaßnahmen realisieren zu können, bittet humedica die deutsche Bevölkerung dringend um Spenden unter dem Stichwort "Fluthilfe Bangladesch" auf das Konto Nr. 47 47 bei der Sparkasse Kaufbeuren, BLZ 734 500 00.

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