Flutkatastrophe Südasien: Ärzteteam erreicht Einsatzgebiet

von Steffen Richter, 13.08.2007

Parallel zum humedica-Ärzteteam haben auch erste Hilfsgüter die Flutgebiete erreicht.

Nach mühevoller Anreise hat das dreiköpfige medizinische Team von humedica sein Einsatzgebiet erreicht und bereits erste Behandlungen durchgeführt. Die Not der Menschen ist groß und die Wetterprognosen werden nicht besser.

Obwohl es in den vergangenen Tagen nicht regnete, sind die Wettervorhersagen für die kommenden Wochen im gesamten südasiatischen Raum schlecht. Schlecht bedeutet Regen und Regen bedeutet weitere Wassermassen. Damit ist klar, dass sich die Situation in den humedica-Einsatzgebieten Nepal und Pakistan weiter verschärfen wird.

Das dreiköpfige medizinische Team, Dr. Anja Fröhlich, Dr. Ulrich Seemann und Krankenschwester Felicitas Samtleben-Spleiss, hat nach einer mühevollen Anreise mittlerweile das Städtchen Nepalganj auf der nepalesischen Seite des Grenzgebiets zu Indien erreicht und erste Behandlungen durchführen können (Bildmaterial folgt in Kürze). Dabei stoßen die erfahrenen Mediziner immer wieder auf die gleichen Probleme: ernste Fälle von Malaria, fortgeschrittene Hauterkrankungen und lebensgefährliche Schlangenbisse. In dieser Region leben verschiedene Arten des Krait, eine der giftigsten Schlangen unserer Erde. Ohne sofortige Behandlung nach einem Biss verstirbt ein Mensch innerhalb von Stunden an dem hochwirksamen Neurotoxin des Krait. Gleiches gilt für die Königskobra, deren Angriffsbiss ohne die Injektion eines Antiserums tödlich ist. Zu diesen Problem gesellt sich die latente Gefahr einer Cholera-Epidemie. Erste Fälle wurden bereits registriert und behandelt.

Anhaltenden Regen meldet auch humedica-Einsatzkoordinator Nils Stilke aus Karachi in Pakistan. "In den vergangenen Tagen regnete es andauernd und wie aus einer Gießkanne. Unzählige Strassen stehen unter Wasser, es ist kaum möglich, trockenen Fusses unser Hotel zu verlassen." Trotz dieser widrigen Umstände konnte Nils Stilke am vergangenen Wochenende weitere 500, von der Flut hart getroffene Familien mit Hilfsgütern zu versorgen.

Liebe Besucher, liebe Freunde und Förderer unserer Arbeit: Wir möchten Sie an dieser Stelle herzlich bitten, den Einsatz im Flutkatastrophengebiet mit einer Spende zu unterstützen. Ohne Ihre Hilfe ist unsere nicht möglich. Vielen Dank.

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