Mobile Klinik in Kinshasa

von Ottmar Schrupp, 28.11.2006

humedica-Ärzteteam bringt Hilfe in die Slums. Seit September befindet sich ein ÄrzteTeam für einen Nothilfeeinsatz in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Neben Dr. Niklas Hübsch (Eckental), sind Kinderkrankenschwester Sabine Brehm (Germaringen) und humedica-Koordinatorin Josette Al Chaar (Libanon) im Einsatz um medizinische Nothilfe für Bedürftige im Großraum von Kinshasa zu leisten, wo vor allem in den Slumgebieten eine unbeschreibliche Not herrscht.

Für die fast 10 Millionen Einwohner stehen in der kongolesischen Hauptstadt neben einem großen, staatlichen Krankenhaus nur eine Universitätsklinik und zwei katholische Hospitäler zur Verfügung. Daneben existieren viele kleine Privatkliniken, deren Behandlung jedoch häufig völlig unzureichend oder viel zu teuer für die ärmere Bevölkerung ist. Daher mangelt es an basismedizinischer Grundversorgung, die humedica mit seinen Ärzteteams bereitstellt.

Lokale Zusammenarbeit mit WOCHOP

Vor Ort arbeitet humedica mit der Partnerorganisation WOCHOP (Women and Children of Hope) zusammen. Diese kongolesische NGO engagiert sich besonders in der Alphabetisierung von Erwachsenen, in der Arbeit mit Straßenkinder, in der Berufsausbildung und in der medizinischen Grundversorgung. Dabei konzentriert sich WOCHOP ganz besonders auf die Kinder und marginalisierten Frauen (Geschiedene, Witwen, Kindermütter und allein erziehende Mütter und Ältere). Im Rahmen ihrer Tätigkeit betreibt WOCHOP eine kleine, gut funktionierende Klinik im Distrikt Ngaba von Kinshasa, die sich in einem wesentlich besseren Zustand befindet als die staatlichen Einrichtungen. Das humedica-Ärzteteam hat dort bereits 580 Patienten behandelt. Zusätzlich wurde noch bei 2 Geburten unterstützt

Einsatz bis Ende 2006 Geplant

Ab dieser Woche ist das humedica-Ärzteteam hauptsächlich mit einer Mobilen Klinik - Sprechstunden und Behandlungen vor Ort - in den Slums im District Ngaba tätig. Bis zu 218 Patienten konnten schon täglich behandelt werden. In Ngaba leben ca. 150.000 Menschen in absoluter Armut. Kaum jemand kann sich dort auch nur eine minimale Beteiligung an den Kosten bei einem Arztbesuch leisten. Unterstützt durch die Abteilung 'Humanitäre Hilfe' des Auswärtigen Amtes in Berlin ist der Einsatz bis Ende 2006 geplant.

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