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Startseite: Medien: Pressemeldungen: Neuer Sturm über Haiti

humedica verteilt Lebensmittel - dramatische Eskalation befürchtet

von Daniel Monninger/SRI, 07.09.2008

Während die Wirbelstürme „Gustav“ und „Hanna“ mit Windgeschwindigkeiten von etwa einhundert Stundenkilometern über Haiti hinweg fegten und große Schäden anrichteten, erwarten Meteorologen den neuen Wirbelsturm „Ike“ in wenigen Stunden mit doppelter Wucht. Das humedica-Einsatzteam versorgt unterdessen Flüchtlinge, die aus der überschwemmten Region um Gonaives ins Landesinnere nach St. Marc geflohen sind. In Kürze ist eine große Verteilung von Lebensmitteln an diese Menschen in Not geplant.

Seit Beginn der Woche befinden sich Dr. Thomas Schweyer (München) und Rettungsassistent Matthias Völkner (Gießen) auf Haiti, um den Opfern der ersten beiden Stürme helfend beizustehen. Nachdem Dr. Schweyer in einer Schule in der Kleinstadt Jacmel zunächst Flüchtlinge in einer Notunterkunft behandelt hatte, gilt die Konzentration der Hilfe nun der Verteilung von Lebensmitteln.

Die Zahl der Flüchtlinge, die aus den überschwemmten Gebieten geflohen sind, stieg in den vergangenen Stunden auf mehr als eintausend Menschen. Ohne Versorgung und medizinische Betreuung warten sie in Notunterkünften auf eine Besserung der allgemeinen Wetterlage und ihrer persönlichen Situation. Vielen haben durch den Sturm ihren ohnehin wenigen Besitz verloren.

In Absprache mit den örtlichen Behörden und auf Bitte des Bürgermeisters von St. Marc wird das humedica-Team in wenigen Stunden Lebensmittel (Reis, Mehl, Mais, Pulvermilch, Öl) an die Flüchtlinge verteilen.
Geplant ist zudem die Versorgung des von der Außenwelt abgeschnittenen Dorfes Le Grande, wo 5000 Menschen auf Hilfe warten. Dieses Dorf ist momentan ausschließlich per Boot erreichbar. Der nahende Sturm verhinderte jedoch bisher den Start dieser Hilfsaktion. Eine Überfahrt mit dem Boot wäre angesichts der Stärke von „Ike“ lebensgefährlich, warnten Vertreter der UNO am Ort.

Die bereits über Haiti hinweg gefegten Stürme haben schlimmes Leid und große Schäden angerichtet. Angesichts der noch ausstehenden Unwetter droht eine weitere Eskalation der ohnehin schwierigen Lage. Die Menschen in Haiti brauchen dringend unsere Unterstützung.