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Hungersnot in Äthiopien: humedica entsendet Team

von Steffen Richter/RBU, 08.07.2011
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Die Rufe nach internationaler Hilfe werden immer lauter. Seit Wochen leiden die Menschen im riesigen afrikanischen Land Äthiopien und im Nachbarstaat Somalia unter einer massiven Hungersnot. Ausgelöst durch eine der schlimmsten Dürreperiode in der Geschichte dieser Region.

Mittlerweile ist klar, dass an diesem Horn von Afrika rund zehn Millionen Menschen von der dramatischen Situation betroffen sind. Dies bestätigte das Koordinationsbüro für humanitäre Hilfe der Vereinten Nationen (OCHA) vor wenigen Tagen in Genf.

Bereits im Jahr 2000 stand humedica Hungerleidenden zur Seite. Ermöglichen Sie eine gleichenfalls effiziente Hilfe bitte auch aktuell. Foto: humedica Archiv

1984 gilt als das tragischste Jahr in der Geschichte Äthiopiens. Damals verloren eine Million Menschen ihr Leben, hungernd, verzweifelt, verlassen. Die Ernte war aufgrund von Dürreperioden ausgefallen. Zehntausende Kinder starben seinerzeit vor laufender Kamera.

Eine ähnliche Katastrophe drohte in den vergangenen Jahren immer mal wieder, konnte aber durch gezielte Maßnahmen verhindert werden. Nun ist die Situation äußerst ernst: Das OCHA-Büro in Genf bestätigte, dass man in manchen Gegenden der Region längst von einer direkten Hungersnot sprechen müsse. Rund ein Drittel der Betroffenen seien Kinder, verdeutliche eine Sprecherin des Koordinationsbüros den Ernst der Lage.

humedica beobachtet die Situation am Horn von Afrika bereits seit Wochen intensiv und hat sich nun aufgrund der dramatischen Zuspitzung der Lage für Millionen Menschen zum Eingreifen entschlossen.

humedica-Mitarbeiter in Deutschland stehen in engem Kontakt mit den lokalen Mitarbeitern Äthiopiens, wo humedica bereits seit Jahren tätig ist und neben Büroräumen, Fahrzeugen und den genannten Mitarbeitern eine komplette Infrastruktur aufbauen konnte.

Der humedica-Direktor in Äthiopien, Motbainor Abera, berichtete von den angelaufenen Bemühungen: „Ich habe bereits mit der Organisation Mercy Corps Kontakt aufgenommen, die in mehreren Flüchtlingslagern aktiv ist. Darüber hinaus mit Ibrahim, dem Leiter einer Partnerorganisation von humedica.

Die bereits im Land tätige Hilfsorganisation Mercy Corps berichtete von der Situation in Flüchtlingslagern zur Grenze Somalias, in denen täglich zahlreiche neue Flüchtlinge in das Nachbarland Äthiopien stürmen, um der massiven Not in ihrem Heimatland zu entfliehen.

Darüber hinaus teilten Mitarbeiter von Mercy Corps dem äthiopischen humedica-Landesdirektor mit, dass weitere medizinische Unterstützung dringend notwendig sei. Insbesondere auch, da in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten eher mit steigenden als rückläufigen Zahlen von Betroffenen auszugehen ist.

Neben dem medizinischen Engagement wird humedica auch Hilfsgüterverteilungen organisieren. Ein erstes humedica-Team, bestehend aus den erfahrenen Einsatzkräften Prof. Dr. Dr. Bernd Domres, Dr. Irmgard Harms, Krankenpfleger Matthias Gerloff und den Koordinatoren Robert Wunderlich und Judith Kühl, wird Anfang kommender Woche aufbrechen.

Liebe Freunde unserer Arbeit: Äthiopien ist ein Land, das in dem Bewusstsein der meisten Menschen in Deutschland bereits mit der ständigen Bedrohung durch Hunger verbunden wird. Aktuell ist die Lage aber dramatischer als in dem ohnehin bedrohlichen Alltag und wir bitten Sie von Herzen, an unserer Seite zu stehen und uns zu unterstützen bei den Hilfsmaßnahmen für die Hungerleidenden.

       humedica e. V.
       Stichwort "Hungersnot Äthiopien"
       Konto 47 47
       BLZ 734 500 00
       Sparkasse Kaufbeuren

Ebenso können Sie uns mit einer sms unterstützen: senden Sie das Stichwort DOC an die 8 11 90 und von den abgebuchten 5 Euro fließen 4,83 Euro unmittelbar in die humedica-Katastrophenhilfe. Vielen Dank!

Besonders schwer trifft die aktuelle Hungersnot Äthiopiens Nachbarland Somalia, von wo aus zahlreiche Menschen über die Grenzen flüchten. Foto: REUTERS/Natasha Elkington

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